Tai Chi Verein Linz


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Warum Budogespräche?

Lernstoff > Budogespräche

Viele fragen mich, warum ich, die Linzer Budogespräche mache.

Insbesondere weil Tai Chi Chuan aus China stammt und Aikido eine japanische Kampfkunst ist.

Ich sage, es ist gleichgültig, welche Kampfkunst du studierst, der BU DO ist immer die Grundlage dafür, wenn du es ersthaft (er)lernen möchtest.

Hier einige Zitate:

Kann man sagen das "Kampf" nicht Budo ist

Ganz im Gegenteil. Das ganze Leben ist ein Kampf. Aber nicht mit einem destruktivem Beigeschmack ! Der Budo ist eine ganz wertvolle Plattform. Es ist eine große Herausforderung und keine leichte Aufgabe den Budo zu studieren. Jeder Mensch der sich dafür entschließt den Budo zu studieren, muß sich zuerst eingestehen das es in seinem Wissen viele Lücken, ich bezeichne sie auch als "Weisse Flecken", gibt. Der Budo, gibt ihm die Möglichkeit in diesem Lebenskampf, an seinen "Weissen Flecken" zu arbeiten. Das Ziel ist diese Lücken zu füllen.

Interview (2001)
Heuscher Fritz geboren 1959 (5.DAN.Aikikai) lebt in der Schweiz und ist Assistent von Ikeda.Sensei (7.DAN - Repräsentant des Honbu -Dojos)


Was ist der Philosophische Ansatz im Aikido

A: Alles was ich bisher über den Budo erzählt habe. Die Suche nach der Essenz des Lebens. Es gibt so viele Kampfsportarten die sind eigentlich nur praktisch orientiert. Sie unterrichten nur "ujutsu", das Mittel zum Zweck. Da geht es nur um eine Frage:"Wie kann ich den Anderen besiegen?". Das ist auch eine Möglichkeit sein Leben zu gestalten. Jedem ist es frei überlassen ob er die Dinge hinterfragt oder nicht und dagegen ist auch nichts einzuwenden. Man kann einfach nur Leben! Aber unterscheiden wir uns in diesem Fall von den Tieren. Fressen, Sterben, ein Leben ohne Liebe ist das alles?

Interview (2001)
Georg Meindl (4.Dan.Aikikai) geboren 1957 ist Besitzer des Aikido-Dojos-Steingasse in Linz und Aikido-Trainer beim ASKÖ.



Gibt es ein Tai Chi für die Gesundheit und ein Tai Chi für die Kampfkunst

::Eigentlich ist das alles, dass Gleiche. Wenn man Tai Chi nur aus der Gesundheitsperspektive betrachtet, ist dieser Standpunkt nicht ganz richtig. Weil eine Kampfkunst auch immer für die Gesundheit gut ist. Wenn man sie richtig betreibt! Man kann auch jemanden schlagen und ihm damit wehtun, wenn man gross und kräftig ist. Das ist dann keine Kunst. Das ist nicht, unbedingt ein Ziel, eine KUNST, das kann jeder. Im Tai Chi, gehen wir aber davon aus, das wir uns nicht unbedingt immer alleine auf unsere Muskelkraft verlassen können und trainieren deswegen Flexibilität, Reaktionsvermögen und Intuition. Wir können somit in jeder Situation die entsprechende Technik ohne Fehler einsetzten, so wie das Wasser sich an alle Umstände anpassen kann. So in der Theorie gesagt, klingt es leicht, aber es bedarf einiges an Fleiß und Übung, damit man sagen kann, jetzt kann ich das in der Praxis auch. Das Ziel ist es in Bewegung zu bleiben und dabei Spaß haben, ohne Andere zu verletzen. Das kann nicht jeder, dass muß man üben! Der menschliche Körper braucht die Bewegung. Das fördert die Gesundheit.

Sifu Luis Molera (2006)
(Meisterschüler von Großmeister William C.C.Chen)


NS: Sie scheinen sagen zu wollen, daß die Rolle des Lehrers nicht so wichtig ist wie die des Studierenden?

KAT: Der Studierende muß sich auf sich selbst verlassen und ehrlich und tapfer sich selbst testen. Er kann sich nicht auf den Lehrer verlassen. Viele Leute üben Jahrzehnte, aber haben keine Resultate. Das ist so, weil sie im Grunde nicht die Fähigkeit entwickelt haben, selbst-kritisch zu sein; auf ihre eigenen Bewegungen zu hören, darauf zu hören, was ihr Körper ihnen sagt. Wenn du "song" bist und darauf hörst, ob der eigenen Körper in Balance ist; ob, wenn ein Teil sich bewegt, alles sich bewegt; dann kannst du Fortschritte machen. Zuviele Leute üben Taijiquan als wenn sie im Supermarkt einkaufen gehen. Eine Minute sind sie von diesem Sonderangebot angezogen, die nächste von jenem. Sie bleiben nicht stehen, um zu überlegen, was sie wirklich wollen und machen sich dann auf, das zu holen. Wie oft hast Du unzufriedene Studierende sagen hören, daß sie 10 Jahre bei diesem oder jenem Lehrer vergeudet haben? Diese Leute sind dumm. Was immer du auch an Erfahrungen hast, kannst du verwenden, um besser zu werden. Diese Studierenden müssen ihre Fähigkeit kritisch zu unterscheiden entwickeln und verwenden.

Tai Chi Chuan - Die Kunst, die sich weiter entwickelt

(Ein 2tes Interview mit Meister Koh Ah Tee) von Nigel Sutton


20.) Es gibt also welche, die konsumieren die Probestunde, danach kommen sie nie wieder. Sie gehen zum nächsten, übernächsten und konsumieren die Probestunde. Sie konsumieren und konsumieren, kommen aber nie an einem Ziel an.

::: Das ist egal. Wir sind keine Heilslehre. Wir missionieren nicht und möchten auch niemanden "bekehren". Wir geben Unterricht, für jene, die etwas Wissen wollen. Doch "wollen" müssen die Schüler schon selbst.
Für die anderen, da ist das Schicksal da. (lacht)

:::Teilen ist wichtig. Egoismus ist ganz das Gegenteil. Wir unterrichten, wie man sich mit seinem Ego anlegt.

Interview (2006)
Georg Meindl (5.Dan.Aikikai) geboren 1957 ist Besitzer des Aikido-Dojos-Steingasse in Linz (ISHIDORI - Dojo).


Bedeutet das dass Ego ein Hindernis ist im Pushing Hands

::Ja das Ego ist ein sehr großes Hindernis. Mann hat entweder zuwenig oder zuviel davon. Beides ist nicht gut für uns.

Sifu Luis Molera (2006)
(Meisterschüler von Großmeister William C.C.Chen)

Rado M.Radanovic
Leitender Taijiquan-Lehrer im Tai Chi Verein Linz

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